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Fallbeispiel 14

14) Kerstin Thiele, 48 Jahre, aus Uslar*

*(Name und Ort sind aus Datenschutzgründen verändert)

 

Ich habe diagnostizierte MS seit 2003.

Es fing am linken Bein an mit Kribbeln und leichten elektrischen Stößen. Oberschenkel, dann rechtes Bein, wanderte dann Körper hinauf, Arm, Genitalbereich, Analbereich, oberer Rückenbereich und endete nach einem Jahr im Kopfschmerz, der sehr massiv war.
Zu Behandlungsbeginn hatte ich hin- und wieder Kopfschmerzen, besonders gegen Abend Kribbeln in den Beinen, ganz starke Müdigkeitsempfindungen. Es war so, dass ich sehr antriebslos war, sehr geschwächt war und oft gar nicht in der Lage war, selbst den Haushalt oder sonstige Tätigkeiten zu verrichten. Ich hatte starke Stromstöße im oberen Schulter- und Rückenbereich, Krämpfe in den Oberschenkeln, die sich eher wie Muskelkater anfühlten und dazu führten, dass ich Schwierigkeiten hatte, lange Strecken zu gehen. Ein Korsettgefühl in den Waden, Instabilitätsgefühl in den Knien, gepaart mit Schwächegefühl in den Beinen. Ich habe auch bemerkt, dass ich Wortfindungsstörungen hatte, die zunahmen, wenn ich lange gesprochen hatte, so dass ich keine komplizierten Sätze mehr bilden konnte, das fiel mehr also zunehmend schwer.

Veränderungen nach gut 6 Wochen Kurbehandlung


Auf jeden Fall ist die Müdigkeit weg. Ich fühle mich recht fit und lebendig. Des weiteren habe ich keine Kopfschmerzsymptome mehr. Seit gut drei Wochen habe ich gar kein Gefühl mehr der drohenden und beginnenden Schmerzen. Die Stromstöße im Rücken sind auch weg. Die Krämpfe und dies Art Muskelkater in den Oberschenkeln sind so zu 80, vielleicht so zu 70 % weg. Es ist so, dass es oftmals noch da ist, aber wenn ich so eine halbe Stunde gegangen bin, ist es auch wieder weg. Korsettgefühl in den Beinen habe ich nicht mehr. Auch die Schwäche und Instabilität ist nicht mehr spürbar für mich, also ich habe beim Gehen wieder ein gutes, sicheres Gefühl, das ich vorher nicht hatte. Also ich hatte immer Angst, ich falle um oder kann lange Stecken nicht bewältigen. Also das ist durchaus besser.
Wortfindungsstörungen kann ich nicht beurteilen, da ich hier nicht in der Lage bin, hier großartig schwierige Sätze zu formulieren. Das wird sich herausstellen, wenn ich meinem Job wieder nachgehe.
Was ich noch habe, das ist hin- und wieder Kribbeln in den Beinen, an den Fußsohlen, in den Waden und an den Oberschenkeln, aber das eben auch nicht über den gesamten Tag verteilt, sondern meistens abends oder ganz früh am Morgen, und im Verlaufe des Tages verschwindet auch das wieder. So dass ich sagen kann, dass sich mindestens um 70% die Symptome verbessert haben, wenn ich das so Pi mal Daumen beurteilen müsste.


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